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| Mittwoch, 17. März 2010 um 02:06 |
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Frühjahrs Terraristika 2010 in Hamm Am 13. März war es wieder so weit, die Terraristika in Hamm – weltgrößte Börse für Terrarientiere öffnete ihre Pforten. Auch einige IGW Mitglieder waren wieder zugegen und schildern ihren Eindruck. Pünktlich um zehn Uhr MEZ öffneten die unter Terrarianern aus allen Herrenländer, Hobbyherpetologen und Wissenschaftler gleichermaßen schon legendär zu bezeichnenden Zentralhallen in Hamm. Der Besucherandrang war wie seit jeher groß, doch die Wartezeit vor den Hallen war angesichts der großen Menschenmenge bei nur mäßig gutem Wetter durchwegs akzeptabel. Im Foyer dann angekommen war schon früh ein reges Treiben zu verspüren. Ungeachtet dessen waren die hier und da als schlecht bezeichneten Verhältnisse was die Gänge für die Besucher, das Anbieten der Tiere, sowie die "schlechte Luft" angeht, definitiv nicht zu bestätigen. Natürlich müssen tausende von Besuchern erstmal bewältigt werden, aber abgesehen von den engen Durchgängen an den einzelnen Gebäudetrakten war ein vergleichsweise angenehmes Durchkommen fast immer gewährleistet. Das Team um Frank Izaber hatte hier wieder einmal sehr gute Arbeit geleistet, und zeigte eine gelungene Organisation. Auch die angebotenen Tiere selbst, sowie das vielfältige Zubehörangebot war nicht nur tiergerecht, sondern auch ansehnlich präsentiert. Viele Ordner, Tierärzte, als auch Behörden sorgten für einen reibungslosen Ablauf. An vielen Ständen konnte ein reges fachsimpeln beobachtet werden, und auch die Vielfalt des präsentierten Zubehörs ließ für jedes angebotene Lebewesen das erworben werden konnte auch eine artgerechte Unterkunft zu. Gerade die vielen Fachgespräche denen man an allen Ecken lauschen konnte, überzeugten in merklich großer Vielfalt.
Angekommen am Eingang des Giftschlangenraumes, der ja immer wieder Ziel militanter Angriffe ist, überzeugten die zusätzlich stationierten Ordner mit einem perfekten Ablauf. Sowohl ein Ärzteteam stand am Eingang, als auch Ordner die sowohl das Alter bei Auffälligkeiten kontrollierte, als auch strikt nur eine begrenzte Menschenmenge in den Raum ließ. So hatte man stets den notwendigen Überblick, und ein schnelles Durchkommen für Ärzte war gewährleistet. An den Tischen selbst überzeugten sowohl nette und kompetente Anbieter, als auch die Selektion an Tieren. Der größte Anteil waren eigene Nachzuchten, der doch von Enthusiasmus und Hingabe zu diesen faszinierenden Arten zeugt. Interessante Gespräche über Biologie, Haltung und Zucht brachten ein Gesamtbild zu Tage welches besser nicht sein kann. Diese Sparte der Terraristik hat zweifelsohne ihre Berechtigung! Es wäre den aktiven Menschen in dieser Szene gegenüber genauso wenig fair wie den Tieren selbst. Viele bedrohte oder wenig erforschte Arten waren als Nachzuchten erhältlich. Dies muss durch entsprechend volljährige und sachkundige Fachhände auch künftig gefördert werden! Auf 15 Uhr hatte Corinna Tränkel, die mit ihrem Mann unweit von Hamm in Herne wohnt, einen Tisch im nahegelegenen Café del Sol reserviert. Dort traf sich die IGW, angeregt durch einige Mitglieder, in kleiner Runde. Rolf-Andreas Brückner, seit vielen Jahren Terrarianer, hatte vielen Jüngeren einiges aus dem Nähkästchen zu erzählen, und hatte ein paar interessante Schriftstücke zu kürzlich diskutierten Themen im IGW Forum dabei. Auch seine Fotos welche er auf Reisen rund um den Globus knipste, zeigten traumhaft schöne Warane. Jedes Foto hatte seine eigene Geschichte für alle anwesenden parat, der man gern lauschte. So fachsimpelte man in gemütlicher Runde über wissenswerte und interessante Themen.
Auch die angebotenen Warane die man auf der Terraristika erspähen konnte waren Gesprächsthema. Wieder einmal sah man einige Arten, worunter auch nicht sehr häufige Tiere entdeckt werden konnten. So war unter anderem ein schätzungsweise nahezu 50 cm großer männlicher Varanus acanthurus – ein Stachelschwanzwaran, erblickt worden. Exemplare in dieser Dimension finden sich nicht oft. Aber auch einige andere Arten waren in ansehnlichen Unterkünften für die 6 stündige Börsendauer zu erblicken. Durchwegs Tiere in tadelloser Konstitution bot vor allem ein Bekannter Importeur aus Bayern, worunter auch einige seit längerem gesuchte Tiere wieder einmal den Weg in die IGW fanden. So stehen neuen Zucht- und Erforschungsprojekten wichtige Exemplare zur Verfügung. Zum gelungenen Tagesabschluss besuchten einige IGW Mitglieder einen der wohl erfahrensten und überaus erfolgreichen Großwaran- Halter und Züchter der IGW in der näheren Umgebung. Dort angekommen konnte man nach herzlichem Empfang Terrarienanlagen in mehreren Stockwerken bestaunen. Hier sah man sofort dass nicht nur eine professionelle Hand diese Anlagen leitet, sondern selbst viele zoologische Gärten sich Anregungen einholen könnten. Es war spektakulär und atemberaubend zu gleich diese edel anmutenden Großwarane in ihren großen Unterkünften zu sehen. Alle Anlagen sind mit solider Technik ausgestattet und jeweils für die speziellen Bedürfnisse artgerecht eingerichtet in Dimensionen die ganze Zimmer pro Tier beanspruchen. All die Mühen und Investitionen werden von den Tieren entsprechend quittiert. Nicht nur dass kein einziger Insasse irgendwelche Aggressivität zeigte, es gelingt auch regelmäßig die Nachzucht. Die gewisse Zutraulichkeit ist beabsichtigt – eine derarte sog. operante Konditionierung hilft Tier und Mensch Stress zu vermeiden. Etwa bei Wartungsarbeiten, Eiablagen, oder ggf. tierärztlichen Eingriffe. Ungeachtet dessen gehören Großwarane selbstredend nur in erfahrene Hände. Ebenso sind die Platzansprüche in Mietobjekten nahezu immer ausgeschlossen. Umso wichtiger und erfreulicher ist es dass auch die wenigen ambitionierten Großwaranhalter der IGW, welche den Anforderungen gerecht werden können, sich rege austauschen.
So klang ein besonders ausgefüllter Tag für alle angereisten eindrucksvoll aus. Die Zusammenkunft der IGW im Rahmen der Terraristika Veranstaltung wird sicherlich ihre Wiederholung finden, so würden sich alle Teilnehmer freuen das nächste mal den ein oder anderen ebenfalls zur geselligen runde begrüßen zu dürfen. An alle die spontan teilnahmen und teilweise selbst lange anreisen nicht scheuten, ebenso wie allen Mitgliedern die ihre Gastfreundlichkeit anboten, ein herzliches Dankeschön! |
| Aktualisiert ( Montag, 22. März 2010 um 16:42 ) |















