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Sonntag, 18. Juli 2010 um 20:54

 

Gesellige Runde im Grünen - Das 1. Sommerfest der IG Warane bei Mainburg

Bei hochsommerlichen Rekordtemperaturen von lokal nahezu 37 Grad, ging am vergangenen Sonntag das erste zweitägige Sommerfest der Interessengemeinschaft Warane zu Ende. Sichtlich durch die Hitze erschöpfte, aber über den Festverlauf zufriedene Gesichter, traten gegen Mittag die teils weite Heimreise an.


Großgundertshausen. Vom 10. bis 11. Juli fand dieses Jahr das erste Sommerfest der IGW statt. Angerührt durch einige tatkräftige IG Mitglieder wurde damit eine weitere Veranstaltung ins Leben gerufen. Bedingt durch die große Hitze musste das zuvor im Forum der IGW gemeinschaftlich ausgearbeitete Programm, jedoch abgeändert werden.

Schon am Freitag Nachmittag trafen die ersten Gäste aus der Schweiz, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Nordbayern auf dem idyllisch und völlig abgelegenen Grundstück des Stadler Hofes ein. Familie Stadler präsentierte eine Location wie sie besser hätte nicht sein können: Swimmingpool direkt am Hof, sanitäre Anlagen, sowie auf dem rund 500m entfernten Gelände, eine runde Grillkota sowie eine etwas größere Blockhaushütte, welche mit den wichtigsten Accessoires wie Besteck, Teller, Grillstelle, Brennholz, und einem Luxus von Liegestühlen ausgestattet waren. Ein klarer kleiner Bach direkt an der angegliederten Pferdekoppel, gute Parkmöglichkeiten direkt am Ort, sowie ein Sandbett für Strandspiele wie Beachvolleyball, rundeten einen vorzüglichen Veranstaltungsort inmitten des malerischen Halltertau Gebietes Niederbayerns ab. Eine Hochburg für den Anbau von Hopfen.

Die Organisatoren treffen ein: li. die Grillhütte


...und rechts das Blockhaus

Die Campingmöglichkeiten wurden ebenso rege genutzt, wie die Ferienwohnungen direkt am Hof. So waren die individuellen Übernachtungsmöglichkeiten nach kurzer Zeit bezogen und alle schon Anwesenden halfen spontan bei den letzten Aufbauarbeiten. Pavillions, Bierzeltgarnituren, zwei Kühlschränke, und Petroleumfackeln waren schnell aufgebaut und eingeräumt. Die Grillmeister bauten die beiden Spezialgrills für das Spanferkel und den „Steckerlfisch“ auf, wie in Bayern die über offenem Feuer gegarte und geräucherte Forelle umgangssprachlich bezeichnet wird.



Grillmeister Daniel Fuder kommt


Anschließend genehmigte man sich ein Glas Bier einer nahegelegenen Traditionsbrauerei aus Landshut. Dabei kristallisierte sich heraus dass insbesondere Bürger Niederbayerns und des Appenzeller Landes in der Schweiz echte Bierkenner zu sein scheinen das sie Interessantes wie Kulturelles über den edlen Gerstensaft zu berichten wussten. Nichtsdestotrotz blieb es natürlich bei einer schwerpunktmäßigen Unterhaltung über das gemeinsame Hobby. Teilweise sah man sich schon lange nicht mehr, und so war es sehr spannend den Fortschritt des anderen zu erfahren. Was machen die Nachzuchten? Wie geht es mit dem Anlagenumbau voran? ...und viele weitere Fragen machten die Runde. Spät in der Nacht zum Samstag bezog man dann die Schlafquartiere.

Schon früh am Samstagmorgen, begannen die letzten Vorbereitungen. Kaffee wurde gekocht und der Tisch in der Holzhütte wurde für süße Köstlichkeiten kurzerhand zum SB- Buffet umfunktioniert. Nach und nach trafen weitere Besucher ein, und so stärkte man sie genüsslich und plauderte in lockerer Runde. Das Highlight zum Morgen waren zwei delikate Kuchen garniert mit  einer essbaren IGW Dekoration, die pünktlich zum offiziellen Beginn des Festes um 10 Uhr angeschnitten wurden.

IGW Eigenkreation "Made in NRW"


Für jeden Geschmak war etwas dabei


Zuvor begrüßte Thilo Böck im Namen der Vorstandschaft alle Anwesenden, und erläuterte ein paar Details zu den Programmpunkten.

Kurz nach 11 Uhr erreichten die Temperaturen Werte um die 30 Grad, welche gegen Mittag so weit anstiegen, dass einstimmig das gemütliche Zusammensitzen unter den schattenspendenden Pavillions körperlicher Aktivität vorgezogen wurde.

...und dann auf zum Frühstück


IGW Landesgruppenleiterin Schweiz - Tatjana Eugster


Auch der IG Exkursionserprobte Jochen Zauner meinte „bei den Temperaturen erblicken wir wohl wenig, wenn wir nicht jeden Stein umdrehen!“ Um Mensch und Tier die nötige Ruhe bei gleißender Hitze zu gönnen, entschied man sich zur entspannenden Literaturrunde. Einige wenige machten auch desöfteren vom hauseigenen Pool ganz in der Nähe Gebrauch. Es war ein so traumhaft schöner wie heißer Tag.

kleine Runde im "Halbschatten"


Die Gefrierfächer der Kühlschränke wurden nicht unbenutzt gelassen und boten Platz für etliche Liter Brucheis, welches Stefanie Fuder mitbrachte. So war der Nachmittag bei eiskalten Softgetränken und erfrischendem Wassereis angenehm zu überstehen.

Genau das richtige für Hochsommerliche Temperaturen: Softgetränke mit "Crusheis"



Stefanie Fuder mit dem marinieren des Schweins beschäftigt


Ab 13 Uhr bemühte sich parallel der auserkorene IGW Grillmeister Daniel Fuder tatkräftig um ein perfektes Essen, was ihm und seiner Frau auch gelingen sollte...

Gegen 19 Uhr dann waren die Temperaturen wieder in erträgliche Etagen gesunken, und so freute man sich hungrig auf das Essen. Es fehlte sodann an nichts: Spanferkel und Fisch, wurden mit Salaten und echt bayerischem Sauerkraut und Gebäck serviert. Dazu gab es verschiedene Saucen und Dressings.

Bald gibt es Essen...


Auch für Fisch war gesorgt...


Das "Grillbüffet" ist eröffnet... viel übrig blieb nicht

Nach ausgiebiger Stärkung freute man sich auf das abendfüllende Programm. Bedingt durch eine Absage des Workshopveranstalters, entschieden sich Esther & Thilo Böck kurzfristig dazu das geplante Aufzuchtterrarium welches hätte innerhalb des Workshops realisiert worden sollen, der IGW zu spenden. So konnte zumindest dessen angekündigte Verlosung regulär stattfinden.

Erfreut waren alle Teilnehmer, durch das Trostpflaster des eigenen Mitbestimmens über dessen Gestaltung. So wird das Terrarium nun nach der Verlosung für die Gewinner maßgeschneidert gefertigt und der fehlende Workshop war somit kompensiert. Einen erneuten Anlauf des vielfach gewünschten Workshops sagte die Vorstandschaft dann auch für die kommende Jahrestagung Ende November im Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum in Frankfurt zu. Teilnahmeberechtigt zur Verlosung waren automatisch alle Besucher der Veranstaltung, ob IGW Mitglied oder nicht.

Nebst dieser Verlosung stand eine weitere Ziehung von drei Gewinnern an. Das seit Anfang Juni laufende Fußball WM - Tippspiel suchte seine Gewinner. Nachdem ein wahrer WM-Rausch im ganzen Lande keimte, und plötzlich nahezu jedes Konsumentenprodukt für den Alltag auf eine mal mehr oder auch weniger einfallsreiche Verbindung, mit dem südafrikanischen Highlight abzielte, kam dem IG Tagungskoordinator Dirk Tränkel die Idee auch innerhalb der IGW etwas für dieses Großereignis zu machen. Einfach war das nicht.


Vorbereitung der Lose


Der große Moment: Welches sind die drei GewinnerIn beim WM Tippspiel?


Ein Sportereignis mit Warane zu verbinden? Aber es gelang: Das Ergebnis war ein Shirt im Trikotlook aus dem Merchandising-Shop der IGW, welches die hauseigene Grafikerin Esther Böck designte. Die typisch klassischen Ballsechsecke haben einen großen Wiedererkennungswert und können vom Gewinner mit einer Auswahl an Bildmaterial von verschiedenen Waranarten belegt werden. Die Verbindung zweier gänzlich unterschiedlicher Sparten fand scheinbar guten Anklang, so dass das Voting rege genutzt wurde. (wir berichteten...) nachdem die drei Gewinner ordentlich gezogen wurden, folgten von Thilo Böck ein paar Worte des Aufrufes und nähere Erläuterung zu den seit Anfang März 2010, nach längerer Vorbereitungszeit, entstandene Bestandserhaltungsprogramm der IGW. „Die Idee ein Erhaltungsprogramm ins leben zu rufen, ist so alt wie die ständige Fluktuation in den Tierbeständen in Menschenobhut die teilweise nicht hinnehmbare Zustände verkörpern. Hier müssen die Tiere so dringend wie nirgendwo sonst im Vordergrund stehen und nicht ihre Pfleger dahinter“ so Böck. Der Sinn des ganzen wurde allen gespannt folgenden Zuhörer nahe gelegt, ebenso wie die Entstehungsgeschichte seit Januar 2009, und wie man selbst aktiv werden kann.

Nach rund 40 Minuten und einer anschließend interessant konstruktiven Runde in der Vor- und Nachteile zum BEP diskutiert wurden, folgte der abschließende abendliche Höhepunkt. Tatjana Eugster aus der Schweiz präsentierte eine spezielle „Sommerfestversion“ ihres Australienurlaubes. Spätestens dann wagte so mancher zu glauben er sei auf einem Kurzurlaubstripp. „Ich habe über 700 Bilder allein auf dem Laptop hier, wo jedes seine ganz eigene Geschichte zu erzählen hat“  verriet Frau Eugster. Doch auch der spannendste Urlaubsbericht fand sich kurz vor 23 Uhr dann in einer abschließenden Fragestunde an Familie Eugster. Was würden sie wieder unternehmen in Down Under? Was ist als Ausflugsziel nachahmenswert? ...so hielten die verschiedenen Gesprächsthemen bis weit in die Nacht hinein an, ehe man erschöpfte aber zufriedene Gesichter zwischen den zahlreichen langsam erlöschenden Fackeln zu Bette gehen sah.

Abendliche Idylle - das Sinnbild für ein Sommerfest


Gespanntes Publikum auf einer Reise nach "Down Under"

Wenige Stunden und eine Mütze Schlaf später, weckten so manchen bereits die ersten Sonnenstrahlen wieder und erneut brach ein malerisch schöner und heißer Tag an. Was gäbe es passenderes für einen runden Schlussakt zu einem so tollen Wochenende. Traditionsgemäß aus der Bierlehrstunde des Freitags zum Auftakt, ließ der Sonntagvormittag mit einer weiteren regionalen Köstlichkeit aufwarten. Es gab echte bayrische Weißwürste direkt aus der Dorfmetzgerei Kaindl, wo der IGW extra am Sonntagmorgen frische Laugenbrezeln gebacken wurden. Dazu gab es süßen Weißwurstsenf und „Obazda“ (Ein bayerischer Brotaufstrich).

"Good Morning" - das Frühstück wird vorberietet

...welches offensichtlich Gaumenfreuden bereitet


Verantwortungsbewusst verzichtete man auf Alkoholische Getränke (ein Bayer nimmt zu dieser Form des Frühstücks üblicherweise eine Halbe Weißbier zu sich) und ersetzte diese durch guten Kaffee. Nach ausgiebigem Frühstück und offiziellem Ende, bewies der Verein wieder einmal mehr, tolles Teamwork. Alle Anwesenden halfen Hand in Hand abzubauen und aufzuräumen.

Nun war das Wochenende häufig ein Ausharren an den wärmsten Tagen dieses Jahres, was aber im Hinblick auf häufig lange Winter gerne ertragen wurde. Wirklich optimal ist es ohnehin nie, oder nicht? Man lernte viel über lokale Traditionen und Gepflogenheiten ohne von diesen maßlos Gebrauch zu machen, was im Sinne der „Völkerverständigung“ und des sozialen Gefügea nur positiv gewertet werden kann. Durch Maß und Ziel kam dann auch der so interessante Part der alle immer wieder eint, die Arbeit mit Waranarten und vielem mehr, nicht zu kurz.

Man hätte sich kein besseres Sommerfest vorstellen können, und so geht es in ersten Schritten Richtung Jahrestagung wo die Wissensvertiefung und der Austausch wieder traditionell das Kernthema darstellen.

 Wir sehen uns wieder: IGW Jahrestagung 2010 im Senckenbergmuseum in Frankfurt

 
Ein abschließender Dank ergeht an alle die in irgend einer Form zum Gelingen dieses gemeinschaftlichen Kurzurlaubes beigetragen haben, dem neu gewonnenen Mitglied für sein der IGW entgegengebrachtes Vertrauen, sowie dem vorzüglichen Gastgeber Familie Stadler und allen Firmen welche die IGW in irgend einer Form unterstützt haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktualisiert ( Dienstag, 20. Juli 2010 um 19:59 )